unsere Schafe

Im März 2004 zogen die ersten Schafe bei uns ein. Bordercollie gewohnte Schwarzkopfschafe vom Tobel von Tanja Führer aus Hochdorf. Zwei Mutterschafe, Bärbele und Carmen und ihre drei Lämmer, Edi, Trixi und Penny. Die kleine Penny starb leider nach kurzer Zeit und gleich waren wir mit den Unbilden der Schafhaltung konfrontiert, wir haben alles versucht, aber leider hat sie es nicht geschafft.

Im Herbst 2004 kamen noch zwei weitere Schwarzkopfschafe zu uns, Greta mit ihrem Lamm Dunja, Greta hat sich im Laufe der Zeit zu unserem Leitschaf entwickelt. Dann im Mai 2005 kamen abermals Schafe vom Tobel zu uns, Dolores mit ihrem Lamm Dorle.

Dann im August wurde unsere kleine Herde abermals mit 5 jungen Scottish-Blackface-Damen von Kai Haus aus Hohenahr erweitert, auch hier hatten wir im heißen Juli 2006, aus unerfindlichen Gründen einen Todesfall zu beklagen.

Seit August 2006 sind wir nun auch noch die stolzen Mitbesitzer eines jungen Scottish-Blackface-Bockes, ebenfalls Bordercollies gewohnt, von Thomas Klein aus Mannheim, der Besitzer von dem BC-Rüden Aaron ist, der wiederum der Vater von Eden ist. Um die vorherigen Verluste wieder auszugleichen waren natürlich auch wieder 2 Scottish-Blackface-Damen mit an Bord. Seit Oktober ist der Jungbock nun bei uns und 3 hübschen Damen in der Hoffnung, dass er gut und kräftig für Nachwuchs sorgt.

Rassebeschreibung Scottish Blackface:
Auch bekannt unter: Blackface, Blackfaced Highland, Kerry (Ireland), Lintoln, Scottish Mountain, Scottish Highland, Scotch Blackface, Scotch Horn
Das Scottish Blackface zählt zu den Hochlandschafrassen (hill breeds) Großbritanniens.
Es ist eine attraktive, robuste, alte Rasse deren Ursprung verloren ging. Es ist wahrscheinlich, daß sich die Rasse im Grenzgebiet von Schottland und England entwickelte. Aufzeichnungen zeigen, daß Mönche im zwölften Jahrhundert Schafe züchteten, die die Vorfahren der modernen Scottish Blackface Rasse sind. Die Mönche benutzten die Wolle zur Herstellung ihrer eigenen Kleidung und exportierten große Mengen nach Europa.
Neuere Aufzeichnungen zeigen daß James der IV von Schottland 1503 eine Herde von 5.000 Scottish Blackface im Ettrick Forest hielt. Die Rasse verbreitete sich von den Grenzgebieten während des 19. Jahrhunderts zu den Hochländern und zu den Inseln und auch in Nordirland und den USA
Das Scottish Blackface wird in 3 Unterarten unterteilt:
Der Perth Typ, ein grossrahmiges Schaf mit mittlerer bis langer Wolle, ist hauptsächlich in NordostSchottland, SüdwestEngland und Nordirland zu finden
Der Lanark Typ, welcher in den meisten Gegenden von Schottland und Irland vorherrscht, ist von mittlerer Grösse mit kürzerer Wolle als der Perth Typ. .
Im Norden Englands ist ein grossrahmiges Schaf mit weicher Wolle ,das Northumberland Blackface sehr poulär und hat einen grossen Einfluss auf die Kreuzungszucht .
Heute ist das Blackface wirtschaftlich gesehen, eine von den wichtigsten Rassen in Grossbritannien. 1989 machte ihre Wolle fast 40% der Gesamtwollproduktion von Schottland und zu 12% die Wollproduktion des Vereinigten Königreiches aus. Das Vlies, das das Scottish Blackface heute hat, ist das Resultat der Auswahlzucht, da zu mittelalterlichen Zeiten von einem kurzen grobem Vlies berichtet wird. Das Vlies des modernen schottischen Blackface wiegt von 1,75 bis 3 Kilogramm mit einer Länge von 15 bis 30 Zentimeter. Die grobe, rein weiße Wolle ist lang abwachsend (200 – 330 mm) und ist im Stapel mit festem, dichtem Unterhaar und langem Deckhaar strukturiert.
Es ist ein mittelgroßes mischwolliges Landschaf mit ramsförmigem, breitem, schwarz-weiß geflecktem Kopf. Die Klauen sind fest und schwarz. Beide Geschlechter sind gehörnt und mit zunehmendem Alter entwickelt sich das Gehörn bei den Böcken schneckenförmig.
Altböcke 70 - 95 kg / Vliesgewicht 3,0 - 3,5 kg
Mutterschafe 50 - 65 kg / Vliesgewicht 2,0 - 2,5 kg
Ablammergebnis 100 - 150 %
Quelle “http://www.scottish-blackface.de/“
Rassebeschreibung schwarzköpfiges Fleischschaf:
Ein wüchsiges Fleischschaf mit ausgeprägten Fleischformen, d.h. tiefer, breiter vorgeschobener Brust, tiefem, breitem Rumpf mit langem Rücken, der breit, fest und gut bemuskelt ist. Ein breites, langes Becken mit vollen Außen- und Innenkeulen, die tief herunter reichen. Der mittelbreite schwarze nicht zu stark bewollte Kopf hat seitwärts abstehende kräftige Ohren. Die Beine sind schwarz und möglichst unbewollt.
Die weiße Wolle ist eine Crossbred-Wolle (Handelsqualität) mit ausgeglichenem Sortiment von C – CD 33 – 35 my.
Leistungsmerkmale
Sehr gute Froh- und Fleischwüchsigkeit bei hoher Anpassungsfähigkeit, sehr gute Schlachtkörperqualität, gute Frühreife und Fruchtbarkeit. Widerstandsfähigkeit, Weide-, Marsch- und Pferchfähigkeit, für die Koppelhaltung gut geeignet. Zulassung bereits im ersten Lebensjahr möglich, sehr lange Brunstsaison.
Leistungsprüfung
350 – 400 g Tageszunahme
30 – 35 MJ/kg Zuwachs
ca. 48 % Schlachtausbeute
Altböcke 110 - 135 kg / Vliesgewicht 5,0 - 7,0 kg
Jährlingsböcke 90 - 120 kg / Vliesgewicht 5,0 - 6,0 kg
Lammböcke 60 - 70 kg
Mutterschafe 75 - 85 kg / Vliesgewicht 4,0 - 5,0 kg
Ablammergebnis bis 200 %
Rassebschreibung Skudden / Landschafe mit Zukunft Es sind schon ganz besondere Schafe, die Ostpreußischen Skudden und die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe und ihre rassetypischen Merkmale überzeugen.
Beide alten Landschafrassen drohten in Folge von Krieg und Vertreibung der Menschen aus ihrer Heimat in Ostpreußen und Hinterpommern auszusterben. Nur wenige dieser Tiere konnten nach 1945 gerettet werden. Rund 160 waren es bei den Skudden, bei den Rauhwolligen Pommern blieben noch weit weniger Tiere. Uralt und die feinste Wolle der Welt
Seit fast 4.000 Jahren sind sie nachweisbar und frühgeschichtliche Textilfunde belegen, daß die rassetypischen damaligen Vliese entsprechen den heutigen. Skudden und Rauhwollige Pommern wurden nicht „veredelt“, Einkreuzungen fremder Rasen unterblieben weitgehend. Skudden gibt es in den Farben weiß, schwarz, gelegentlich braun oder grau, immer jedoch ganzfarbig. Pommern haben graue bis stahlgraue Farbe mit manchmal blauem Farbanflug. Pommernlämmer werden mit schwarzem Lammvlies geboren, erst durch jährlichen Vliesaufwuchs bzw. Schur verändert sich die Farbe. Biologisch hochwirksam ist die bleibende Doppelfunktion der Pommernvliese: individuelle Wärmeregulierung je nach Befinden des Teres, Wind- bis Sturmabwehr und zugleich der in Küstennähe nötige Lichtschutz vor UV-Strahlung durch die genannten Farben. Die Vliese dieser unverfälscht erhalten gebliebenen Landschafrassen besteht aus Kurzhaaren, sehr freinen Wollfasern und darüber und außen abdeckenden Langhaaren- Die Kurzhaare regeln je nach Befinden des Tieres die Luftzwischenräume in der dicken Schicht der Wollfasern und die Langhaare lassen Regen und Schnee abrinnen. Wie ein alter Schäfer von seinen Skudden sagte: „ sie haben Leibwäsche, Kleidung und Mantel an“ und das Schaf erneuert sein Vlies entsprechend der Jahreszeiten. Die Weite und zuweilen erheblichen Windwirkungen an der Ostsee im Herkunftsgebiet von Skudden und Rauhwollern forderten in Jahrtausenden die ganz spezielle Vliesstruktur dieser Tiere. Skuddenwolle ist die feinste der Welt, dreimal feiner als die der Merinoschafe. Widerstandsfähig und anspruchsbescheiden
Skudden sind mit 30 - 40 kg für ein Mutterschaf, 35 – 50 kg für einen Bock und bis 6t0 cm Widerristhöhe , die kleinsten deutschen Landschafe, ihr Futterbedarf dem entsprechend unterhalb der Fütterungsnormen für Landschafe, der Futterbedarf der Pommern ist dem anderer Landschafrassen vergleichbar. Pommernzibben wiegen 50 – 55 kg, die Böcke 70 – 75 kg..; die Widerristhöhe beträgt bis zu 70 cm. Bei aller Genügsamkeit sind beide Rassen keine Abfallverwerter oder Hungerkünstler. Skudden und Pommern brauchen keinen Stall, sie können in kleinen Gruppen Sommer wie Winter im Freien gehalten werden, wenn sie einen trocknen, windgeschützten Unterstand haben. Sie sind robust und – artgemäß gehalten – sehr widerstandsfähig gegen Parasiten und Krankheiten. Unerläßliche Voraussetzung ist ihr gedeckter Rohfaserbedarf, sind im Winter den Tieren gereichte gerne armdicke Äste von Laub- und Nadelhölzern. Ostpreußische Skudden wie Rauhwollige Pommersche Landschafe überzeugen auch mit einer gegenüber Leistungsschafrassen hohen Lebenserwartung. Bekannt ist eine Skuddenmutter, die 19 Jahre alt, bis zu ihrem 16. Lebensjahr ohne Probleme ihre Lämmer zur Welt brachte, anschließend nicht mehr gedeckt wurde. Das Tier hat noch ein volles Gebiß. Ein Alter von 25 Jahren sollen Skudden erreicht haben.
Eine 16 Jahre alte Pommernzibbe brachte bei 15 Lammungen 28 Lämmer, von denen sie 26 aufzog. Wildtierähnlich ist Skudden wie Pommern noch eine große genetische Bandbreite gegeben, die viele andere landwirtschaftliche Leistungsrassen längst verloren haben.
Ideale Landschaftspfeger Skudden wie Pommern sind zur Landschaftspflege bestens geeignet. Wissenschaftliche Arbeiten des Zentrums für Agrarlandschafts- und Landschaftsnutzungsforschung (ZALF) in Brandenburg unterstreichen die Bedeutung der Skudden für die Landschaftspflege. Zusammenfassend liegt der ökologische Vorteil in dem vergleichsweise hohen Futteraufnahmevermögen, der guten Verbißstruktur auch auf Standweiden, der nicht einseitigen Bevorzugung von Gräsern gleichen Vegetationszustandes, der hohen Laufdichte und der guten Flächennutzung. Skudden zeigen eine sehr hohe Umweltstabilität, das heißt sie sind vergleichsweise unabhängig von Umweltveränderungen wie Wind und Sonne.
Aktive Lebenshilfe
Der naturpflegende Weidevorgang der anspruchsbescheidenen Skudden und Pommern sichert vielen Geschöpfen Lebensgrundlagen:
- Das höchst kunstvolle und in Bodennähe als Kinderstube gebaute Kugelnest der Haselmaus wird von den sogenannten Wirtschaftsrassen, die durch Verengung ihrer Erbanlagen Teile ihrer natürlichen Fähigkeiten verloren, nicht geachtet, sie zertreten sie. Ganz anders veralten sich unsere Landschafe.
- Unsere kleinsten Hühnervögel, Rebhuhn und Wachtel, sind mit ihren Bodennestern auf entsprechende Rücksicht und
- auf Ernährungsmöglichkeiten ihrer winzigen Küken zunächst durch Larven von Rasenameisen und allmählich auch bestimmter heranreifender Grassamen angewiesen. Rasenameisen aber können trotz tiefgelegener Bauten nur dort leben, wo ihnen Rücksichten feinfühliger Landschafe ihre Atmungshügel erhalten.
- Pflegende Abhängigkeit besteht gleichzeitig zwischen diesen Rasenameisen und einigen Arten von Segelfaltern sowie Bläulingen. Deren Puppenentwicklung ist auf zeitweilige Pflege bestimmter Ameisenarten angewiesen. Einnaturschutzgebiet der Voreifel entwickelte so nach Beweidung durch eine Skuddenweide wieder fast erloschene Bestände der schönen Schwalbenschwänze, immerhin die größten Segelfalter Deutschlands. Auch Eidechsen, Blindschleichen und andere Arten stellten sich wieder ein. Auf durch Rinder oder Pferde grob beweideten Flächen oder Hängen oder gar durch Einsatz schneller und teurer Kreiselmäher erlöschen solche Formen der Lebensvielfalt.
- So nutzt der Graureiher de wachsame Herdenfunktion solcher Landschafe für seinen Mäusefang zugunsten der eigenen Jungen. Das individuelle Wachsein unserer Skudden und Pommern spart dem Reiher Energie und gewährt allen Beteiligten Schutz. Bei geduldiger Beobachtung ist die Verständigung zwischen beiden Arten leicht wahrzunehmen. Ein einzelner zischender Pfiff einer Skudde genügt nicht nur den Artgenossen, sondern auch dem Reiher als Warnung.
Wollen, Filze, edle Tuche – und schmackhaftes Fleisch Wollen der Skudden und Pommern werden zu Strickwollen, erstklassigen Filzen sowie zu ansprechenden und hochwertigen Tuchen verarbeitet. Hierzu führt der bundesweit anerkannte und zur Betreuung dieser beiden Rassen tätige Zuchtverband die Wollen zusammen und läßt sie nach chemiefreier Wollwäsche mit Gletscherwasser in Tirol auf besonders geeigneten aus dem Jahr 1927 stammenden Maschinen schonend verarbeiten. Die Vermarktung erfolgt in Regie des Zuchtverbandes. Züchter und Halter erhalten so derzeit 1 EUR je kg Wolle von Skudden und Pommern.
Das Fleisch der alten Landschafrassen, etwa von überzähligen Böcken, ist besonders wertvoll, es enthält viele ungesättigte Fettsäuren. Sie ermöglichen es dem Tier, leichter Kraftreserven bei Bedarf zu nutzen – uns Menschen gibt dieser Sachverhalt hochwertiges, weil besonders bekömmliches und schmackhaftes Fleisch. Diese Merkmale sind keineswegs bei allen Schafrassen gleich vorhanden. Ostpreußische Skudden und Rauhwollige Pommersche Landschafe ermöglichen Einblicke in natürliche Lebenszusammenhänge. Sie zeigen viele in der heutigen Landwirtschaft und ihren mehrheitlich Leistungsrassen nur noch selten zu beobachtende Verhaltensweisen. Sie sind in vielerlei Hinsicht eben besondere Schafe Vielleicht ist es die Harmonie, die diese Tiere gleichermaßen brauchen wie auch vermitteln, die Ostpreußischen Skudden und Rauhwolligen Landschafen
J. Tönnesen Quelle “http://www.schafzuchtverband.de/index.html”
Quelle “http://www.schafzuchtverband.de/index.html”


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