[MW] Abermals veranstaltet Schäfermeister Martin Thomas ein Trial auf der Neumühle. Da es sich hierbei um ein Qualifikations-Trial zur WM 09 handelt sind fast alle führenden Handler des Landes vertreten und es scheint ein spannender Wettkampf zu werden. Also WoWa angehängt und los geht es, so relativ nah haben wir die Prominenz der ABCD nicht oft. Leider war es Gisi nicht möglich mitzukommen also war ich als Strohwitwer ganz alleine unterwegs. Kaum angekommen, das übliche Szenario, Hunde raus, kurz Laufen und den WoWa bei netter Nachbarschaft hingestellt.
Das Gelände der Neumühle hat so seine Tücken, der Outrun mit ca. 200 m nicht allzu weit, aber die Topografie doch sehr anspruchsvoll. Die Fetchlinie in einer Art Talsohle leicht ansteigend, links und rechts geht es stetig nach oben. Die Hunde konnten sowohl nach links oder nach rechts geschickt werden, beide Varianten waren aber zu allererst mit einer Bergwertung für die Hunde versehen und je nach Qualität der Outruns ging hier doch schon einiges an Kondition verloren. Der Fetch, wie schon erwähnt durch die Talsohle, dann gegen den Uhrzeigersinn um den Pfosten in den Drive.
Beim Drive selbst ging der erste Schenkel nach rechts weg den Hügel hinauf zum Gate. Dann Turn nach links und gleich den Hügel wieder herunter, die wohlproportionierten Merinos nahmen umgehend Fahrt auf und die Handler taten gut daran den Hund links der Gruppe, bzgl. Eingang Ruhepferch, führen zu lassen. Mit Schwung ging es dann durch die Tahlsohle und gleich wieder rauf zum zweiten Gate. Hier war gut beraten wer beim Turn den Hund nicht allzu weit um das Gate schickte und den Kontakt zu den Schafen verlor. Diese hatten nun nämlich zum einen die Möglichkeit zum Auslasspferch hoch zu marschieren, oder zum anderen mit Schwung Richtung Ruhepferch. Die Distanzen zu den Zugpunkten waren zwar recht weitläufig, aber so mancher Punkt wurde an dieser Stelle verloren und es waren nur wenige schöne Turn´s zu sehen.
Shedding, nach einer Talfahrt mit rechtsliegendem Ausgang ging es in den Sheddingring. Das Shedding selbst gestaltete sich je nach Gruppe und vorherigem Umgang mit den Damen als recht einfach oder es hat schlichtweg nicht geklappt. Hier war es schon sehr interessant die Herangehensweisen der verschiedenen Handler zu beobachten. Manche Hunde hatten weite Wege zu laufen da der Handler recht statisch im Ring stand und sich die Schafe immer zutreiben liess, wieder andere hatten ein enormes eigenes Laufpensum und die gestellte Aufgabe wurde wirklich im Team gelöst.
Auch der Pferch hatte seine Tücken, leicht in Schräglage mit einem Tor, das nicht so einfach geschlossen sein wollte. Die Damen selbst abermals sehr kooperativ oder “einfach” einzupferchen. Aber nicht unbedingt alle, immer wieder gab es Gruppen da waren sie schon drin…. bis auf eine! Dann war die ganze Erfahrung der Handler und Millimeterarbeit gefragt.
Zum Single selbst kamen durch die vorgenannte Millimeterarbeit nicht mehr alle Handler und es war doch das eine oder andere “Time” vor selbigen zu hören. Ansonsten das gleiche Bild wie beim Shedden, entweder Top oder Flop.
Unser Resumée, ein sehr schönes Trial mit sehr schönen Läufen und einem verdienten Sieg für Hans-Jürgen Werbke, der mit Jill und zwei Sahneläufen mit 99,5 und 103 Punkten dieses Qualifikationstrial auf der Neumühle gewann.




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