[MW] Was für ein Wochenende, erst war Ebbo am Samstag bei uns zu Besuch und dann wurde noch kurzfristig einer Einladung von Tanja und Oli nachgegangen, am Sonntag in den Hochdorfer Streuobstwiesen zu hüten. Aber eins nach dem anderen.
Samstag, Ebbo war da.
Mit langer Hand vorbereitet, war es am letzten Samstag soweit, Ebbo kam zum gemeinsamen Training zu uns nach Kirchzarten. Nach über 3 Stunden Autofahrt traf Ebbo zur Mittagszeit ein, die Wetterbedingungen waren ideal, die anhaltende Schwüle der letzten Tage wich einem bedeckten frischen Tag ohne Regen. Angesagtes Traingsziel, shedden mit unseren Bläckis, die sich momentan mit ihren Lämmern wunderbar anbieten. Die Kennenlernrunde wurde mit kurzen Treib- und Einholsequenzen gestartet. Ebbo´s Spot zeigte sich von seiner besten Seite, führig und ruhig, unsere Bläckis liefen wie am Schnürchen, ohne übertriebene Hektik, es war schön anzusehen. Dann ging es an´s shedden, im wesentlichen ging es darum Spot verständlich zu machen um was es ging. Ein Mutterschaf mit Zwillingen und ein Mutterschaf mit einem Lamm waren die wesentlichen Komponenten, die diese Trainingseinheit mit Erfolg krönten. Mit nur leichten Manipulationen und in aller Ruhe waren innerhalb kurzer Zeit die erfoderlichen Lücken geschaffen und nach anfänglichem Unverständnis war Spot klar, dass er in die Lücke darf und der Körperbewegung Ebbo´s folgend die jeweiligen Schafe aufnahm und wegtrieb. Hat echt schön ausgesehen und Ebbo war sehr zufrieden mit seinem Spot.
Zur Feier des Tages wurde noch gegrillt, ein guter Roter aufgemacht und verbal gesheddet was das Zeug hielt. Unterstützt wurden wir noch von Gisi, die die Bilder gemacht hat. Da morgens noch eine Einladung von Tanja zum Training eintraf, wurde für den nächsten Tag eine weitere Trainingseinheit vereinbart, aber dazu morgen mehr.
Sonntag, in den Hochdorfer Streuobstwiesen
Die spinnen die Borderleute, es ist Sonntag und da steht einer freiwillig um 6.15 Uhr morgens auf, trinkt im Halbschlaf seinen Kaffee, geht noch mit den Hunden laufen und dann ab ins Auto und heizt durch den Schwarzwald in´s Schwabenland. Aber er macht es ja gerne, denn er kann mit seinem Border an fremden Schafen arbeiten und zu Tanja und Oli geht er sowieso mit Freuden. Angekommen gibt´s erst mal Kaffee, Ebbo ist noch nicht da, kommt aber kurz darauf mit frischen Brezeln und da es regnet wird erst mal gefrühstückt.
Dann geht es los, mitten rein in die Hochdorfer Streuobstwiesen, zu Schwarzkopfmixen und Skudden. Das Wetter hat aufgeklart und siehe da, es steht ein Parcours bereit. Abwechselnd werden die Schafe gestellt, Outrun um die Bäume, durch´s Bringtor und rechts durchs Treibtor, Quertreiben, dann um einen Baum, um schliesslich am imaginären Sheddingring zu shedden. Eden war sehr motiviert, doch unser momentanes Problem, die Schafe gerade aufzunehmen und zu treiben auf Distanz (108.00 m) besteht noch immer. Ich gelobe, ich trainiere Zuhause auf kurzer Distanz, wirklich. Aber auf weiter Distanz seh ich sie einfach immer zu spät, und schon ist es wieder passiert, und dann noch die vielen Bäume! Kurz um, wieder mal recht´s vorbei. Der Turn und das Treiben war aber wieder gut, und shedden tut sie halt wie eine Grosse, wenn die Schafe mitmachen.
Die erste Runde war mit Schwarzköpfen, die nächste Runde erfolgte mit Skudden, super Schafe, find ich, echt. So wie man sie bittet, so bewegen sich die kleinen Damen auch. Ist man ungestüm, sind es die Damen auch, ist man ruhig, sind es die Damen ebenfalls. Nachmittag´s kam dann noch Melanie und zeigte Ebbo und mir wo hütetechnisch der Hammer hängt, wir liessen sie stillschweigend gewähren und erwähnten aber, dass wir ja unsere Hunde langsam aufbauen.
Es wurde auch gegrillt, Oli hat diese Aufgabe übernommen, und er hat es prima gemacht. Es war wieder mal ein schöner Tag im Schwabenland und alle Mühen haben sich gelohnt. Vielen Dank Tanja, vielen Dank Oli, bis dann mal.
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