[GW] Es war mal wieder soweit. Wohnwagen gerichtet und bestückt mit allem, was man für 2 Personen mit 4 Hunden so alles braucht. Mittwoch nachmittags fuhren wir dann los, so ca. 4 Stunden hatten wir vor uns. Zu Hause noch Instruktionen an Jonas und meinen Vater, denn Schafe, Geflügel, Pferd, Haus und Garten muß ja schließlich versorgt sein, damit man beruhigt reisen kann. Ganz in der Nähe von der Weide, wo das Seminar abgehalten wurde, gab es einen lauschigen, netten Campingplatz, der an diesen Tagen mit sehr viel Jugendgruppen und dementsprechendem Geräuschpegel besucht war. Wir fanden aber noch einen Platz auf dem sich später Tanja und Olli mit ihrem Wohnwagen dazugesellten. Dann fuhren wir zur Weide und machten erst mal einen ausgiebigen Spaziergang mit unseren Vierbeinern. Auf dem Weg lag ein kleiner Fischteich und schon sah man Eden im Wasser, Dream, Timber und Ronja konnten dann auch überzeugt werden sich eine Abkühlung zu gönnen. Dann begrüßten wir Anita, Melanie und Ebbo, Eden durfte schon Schafe holen und eigentlich wollte Mario mit Eden etwas arbeiten, doch das Wetter spielte nicht mit. Es fing an zu gewittern, für Timber ganz furchtbar, und wir brachen dann doch lieber auf. Den Tag ließen wir bei einem netten, unterhaltsamen Abend ausklingen.
Am nächsten Morgen trafen sich dann alle Teilnehmer zum Frühstück auf der Weide. Viele kannten sich und es wurde ein wirklich freudiges Wiedersehen. Es stimmte einfach alles, tolles Wetter, super nette Leute, hoch engagierte Veranstalter mit willigen ausdauernden Schafgruppen, klasse Hunde und eine nimmermüde, geduldige und tolle Trainerin, die mit ihren Hunden einmalige Arbeit geleistet hat. Auf jedes Team wurde eingegangen, es war einfach schön, hinzuschauen und zuzuhören. Auch für mich als Nichtteilnehmer ist es immer wieder sehr lehrreich und so kann ich doch ein bischen mitreden was das Hüten, wie Mario immer so schön sagt “Die schönste Nebensache der Welt” angeht. Da es in unserem Leben immer mehr Raum einnimmt, muß ich halt schon auch dran bleiben. Meine Timber macht leider nicht so mit, wie es, wenn es drauf ankommt, nötig wäre. Aber sie ist dabei und es ist o.k. so.
Die Trainingseinheiten mit Mario und Eden waren sehr zufriedenstellend. Eden reift immer mehr (Mario natürlich auch) was wir sehr unserem Trainer Ruedi Roth zu verdanken haben. Die Fahrten in die Schweiz sind für uns nicht mehr wegzudenken. Seit wir Eden mit 11 Wochen geholt haben ist sie dabei und hat ihre ersten Kontakte zu Schafen mit Rudi erfahren dürfen. Mittlerweile ist sie 20 Monate und hat schon so viel gelernt. Den ersten Tag beendeten wir in einer lustigen, geselligen Runde und guten Gesprächen, Peter hatte Anschauungsmaterial in Form von Hütestöcken mitgebracht, einer schöner als der andere und die Bestellungen werden immer mehr. Sie sind aber auch zu schön. So selbstgeschnitztes Handwerk, ist schon etwas besonderes. Dann nahmen wir noch einen Schlummertrunk auf dem Campingplatz in der Hoffnung, etwas tiefer schlafen zu können und die so allerliebst grölenden Jugendlichen nicht mehr so wahrzunehmen. Aber wir waren ja auch mal jung. Habe vollstes Verständnis!
Am 2. Tag war Shedden angesagt. Ich war so stolz auf unsere Maus. Mein Mann bekam sogar ein dickes Lob von mir. Ich hatte das Gefühl am Ende des Tages, dass alle Teilnehmer glücklich und mit vielen lehrreichen Tipps nach Hause fuhren. Wir verabschiedeten uns von allen, vielen Dank nochmal an Melanie und Ebbo, die mich sogar vegetarisch verwöhnt haben, an die lieben Schafe, an Anita und an die so nette Gruppe, es waren 2 wunderschöne Tage, die Mario und ich mit unseren vier geliebten Hunden ganz gemütlich bei 1-2 Bierchen auf dem Campingplatz ausklingen ließen und am nächsten Morgen dann nach Hause fuhren mit dem Gedanken, dass dort hoffentlich auch alles in Ordnung ist.
P.S.
In den 3 Tage in welchen wir weg waren: Blacky im Netz verstrickt, (morgens um 6.30 Uhr Anruf von Nachbar) Opa und Jonas den Berg hinauf und Schaf befreit.
Die ganze Herde nicht mehr auf der vorgesehenen Koppel. Wieder Einsatz von meinem Vater (alles ohne Hund).
Fazit: Einladung an unsere zuverlässigen Helfer zu Hause zu einem feinen Essen ins nächste Gasthaus. Wir wollen ja schließlich wieder mal weg.
[MW] Das hat sie aber schön geschrieben, gell. Und weg sind wir schon wieder am Wochenende, beim Trial auf der Sennweid in der Schweiz, sehr zu empfehlen.
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