Tipps und Tricks
Alle Wege führen nach Rom, auch in der Hütehundeausbildung gibt es immer noch eine andere Variante des Training´s, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Hier versuche ich die verschiedenen Trainigsformen der Hütehundeausbildung für Interessierte zusammenzustellen. Gerne nehme ich auch Anregungen auf, wenn Ihr bei einem Seminar einen guten Tipp für einen bestimmten Übungsteil bekommt, dann teilt es mir doch bitte mit. Schreibt bei kommentieren eure Erfahrungen auf und ich werde es dementsprechend einordnen und evtl. mit einer Skizze verdeutlichen. Konstruktive und ernstgemeinte Kritik wird gerne aufgenommen, also macht mit, bin gespannt was sich daraus entwickelt.
01. Grundlagen
- Bezug zum Hund ist gefestigt, Hund kommt freudig wenn er abgerufen wird
- Hund macht auch auf Distanz Platz und bleibt liegen
- Hund zieht nicht an der Leine, geht bei Fuss, auch zu den Schafen.
02. Kommando zurück
- Mit Netzen eine Gasse stecken, Nachtreiben lassen, bei 1/3 bis 1/2 der Gasse Kommando “Zurück” und immer wiederholen bis zum Ende des Netzes. Am Ende des Netzes Flankierkommando, Hund läuft ausserhalb des Netzes im Bogen zum anderen Ende des Netzes, wenn er angelangt ist und eingedreht hat Kommando ”Platz”, dann nachtreiben lassen und bei 1/3 bis…………….
03. Nachtreiben
- Hund hinter die Schafe auf 12 Uhr, “Platz”, noch besser auf den Füssen lassen, Händler geht rückwärts, langsam nachtreiben lassen, Hund darf nicht weben oder zum Händler vorkommen, ob seiliches Treiben oder direkt hinter den Schafen richtig ist hängt vom Hund ab, da streiten sich glaub ich auch noch die Gelehrten. Immer wieder mal Platz gehen lassen und langsam aufstehen lassen. Am Anfang der Ausbildung noch keine Kommandos verwenden, nur mit Körper unterstützen.
- Hund macht beim Nachtreiben zuviel Druck, Kommando “zurück” oder “platz” oder “steh” wichtig Ruhe reinbringen
04. Bogen oder Abstand zu den Schafen erweitern:
- Hund im Platz bei 6 Uhr, Händler bei 3 Uhr, Hund abrufen mit Rücken zum Hund, hinter Händler durch bis 12 Uhr, wie gleichschenkliges Dreieck, Händler muss derweil nach 6 Uhr, wenn Bogen OK kurz nachtreiben lassen.
- Hund hinter Händler, Kommando “Zurück” und dann Flankierkommando
- Händler verlängert Arm mit Longierpeitsche, ohne Zwick es wird ein weisser Lappen befestigt.
05. Outrun
- Der Hund kennt bereits die Richtungskommandos, und flankiert rechtwinklig weg.
- Der Hund liegt auf 6 Uhr, der Handler steht zwischen Schafen und Hund. Der Hund bekommt das Richtungskommando und kann bei Bedarf durch den Handler noch etwas hinaus gedrückt werden. Läuft der Hund in korrektem Bogen, stellt sich der Handler immer weiter in Richtung Hund auf. Läuft der Hund auch korrekt vom Fuss weg, wird die Distanz zu den Schafen Schritt für Schritt erhöht. Läuft der Hund den Bogen nicht fertig, sondern stoppt selbstständig auf beispielsweise 2 oder 10 Uhr, ist die gewählte Distanz zu gross.
06. Flankieren
- Unter Flankieren versteht man das Herumlaufend des Hundes um die Schafe. Um die Schafe präzise dirigieren zu können muß diese Laufbewegung bei einem Richtungswechsel in einem weiten Bogen ausgeführt werden, ohne daß die Schafe bereits durch das Flankieren von ihrer Laufrichtung gedräng werden. Richtungsänderungen sollten ausschließlich durch das “Auf die Schafe zugehen” des Hundes vom neuen Punkt aus ausgeführt werden. Die passende Entfernung zwischen Hund und Schafen bei einer Flanke richtet sich danach, wie beeindruckt die Schafe vom Hund sind. Bei zahmen Schafen ist im allgemeinen nicht so ein großer Abstand nötig wie bei flüchtigen Schafen. Quelle “Rundi 3/06 Dr. Viola Hebeler”
07. Treiben
08. Shedden
- Hund hinter die Schafe, Schafe in eine Richtung anbewegen, seitlich und schräg zu den Schafen gehen und dann, ab ca. mitte der Schafgruppe, gegen die Schafe gehen, Hund durch die sich bildende Lücke rufen und die sich abwendente Schafgruppe übernehmen. Die vorderen Schafe bekommen nichts mit und gehen weiter, die hinteren Schafe wenden sich ab und können super aufgenommen werden. Beim antrainieren mit einer grösseren Gruppe von Schafen üben, ist leichter für den Hund und er kapiert schneller um was es geht.

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